Eine Belastungsspirale
wird in Gang gesetzt

Je länger und heftiger Sie nachts mit Ihren Kiefern arbeiten, desto mehr weiten sich die Belastungszonen in Ihrem Körper aus.

Schmerzen im Kiefergelenk

  • Eines oder beide Kiefergelenke knacken bei Mundbewegungen.
  • Es können Reibegeräusche in den Kiefergelenken auftreten.
  • Die Mundöffnung kann eingeschränkt sein.
  • Nach einer weiten Mundöffnung lässt sich der Mund nicht mehr schließen.
  • In akuten Fällen können die Kiefergelenke bei jeder Bewegung schmerzen.

Schmerzen in Ohren, Wangen und Schläfen

  • Kiefergelenksschmerzen werden mit Ohrenschmerzen „verwechselt“, da die Kiefergelenke direkt vor den Ohren sitzen.
  • In der in Wange und Schläfe verlaufenden Kaumuskulatur kann ein regelrechter Muskelkater auftreten, also eine Übersäuerung der Muskulatur.
  • Die Kaumuskeln werden durch das regelmäßige „Training“ verdickt und können im Extremfall wie Hamsterbacken aussehen.
  • Durch diesen Trainingseffekt wird der regelmäßige Druck beim Pressen und Zähneknirschen zusätzlich verstärkt.
  • Es entsteht eine Belastungsspirale, die den aus der Balance geratenen Körper nicht zur Ruhe kommen lässt.

Unangenehme Begleiterscheinungen

Solche direkten Auswirkungen können durch sehr unangenehme Begleiterscheinungen verstärkt werden. Dazu gehören zum Beispiel Sehstörungen, aber auch Tinnitus.


Schneller Selbsttest

Wenn Sie testen möchten, ob die „Ohrenschmerzen“, mit denen Sie morgens aufgewacht sind, wirklich von den Ohren und nicht von Ihrem Kiefer kommen, drücken Sie mit beiden Zeigefingern etwa einen Zentimeter vor den Ohren auf die Kiefergelenke.

Öffnen und schließen Sie dabei Ihren Mund. Wenn der Fingerdruck unangenehm schmerzt, wenn Sie ein „Schnappen“ der Kiefergelenke spüren oder wenn Sie ein Knackgeräusch hören, sollten Sie zu uns in die Praxis kommen.

Das gilt auch, wenn die beschriebenen Symptome nur auf einer Körperseite auftreten: Wenn der Körper aus dem Gleichgewicht gerät, passiert das selten symmetrisch!


Ursachen in Kiefer und Gelenken

Auslöser für Zähneknirschen kann alles sein, was vom Körper als „störend“ oder Abweichung vom „normalen“ identifiziert wird, zum Beispiel:

  • Zahnwanderungen und Positionsveränderung der Zähne nach Zahnverlust
  • zu hoch oder falsch gestaltete Füllungen und Zahnersatz
  • unregelmäßige Zahnstellung nach kieferorthopädischer Behandlung
  • genetisch (erblich) bedingte Entwicklungsstörungen der Kiefer

Doch nicht jeder, dessen Zähne oder Kiefer unregelmäßig stehen, knirscht. Viele Menschen leben damit völlig problemlos. Andererseits gibt es Patienten, bei denen schon kleinste Unregelmäßigkeiten im Mund Zähneknirschen und Pressen hervorrufen.

Was als störend empfunden wird, ist sehr individuell!