Interview mit der Zahnarztpraxis für Biologische Zahnheilkunde München Bogenhausen

Herr Dr. Regensburger, Sie bieten in Ihrer Praxis biologische Zahnheilkunde an, erklären Sie uns diesen neuen Trend?

Für uns hat sich in den letzten Jahren einiges verändert. Während es früher vor allem darum ging Zähne zu reparieren, zu ersetzen und die Kaufunktion wieder herzustellen, wissen wir heute, dass wir den Zahn bzw. die Mundhöhle nicht isoliert betrachten dürfen. Jeder Zahn hat ähnlich wie unsere Organe entscheidenden Einfluss auf unseren Körper und insbesondere auf unser Immunsystem. Die Zahl der chronischen Erkrankungen steigt rapide, Nahrungsmittelunverträglichkeiten nehmen zu. Daher würde ich es nichts als Trend bezeichnen, sondern als absolute Notwendigkeit sich diesen neuen Herausforderungen zu stellen.

Frau van der Bosch, das klingt interessant. Soll damit angedeutet werden, dass ich beim Zahnarzt Hilfe bezüglich meiner Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder gar chronischen Erkrankungen erwarten kann?

Ja, denn die Hauptursache all dieser steigenden Beschwerden und Erkrankungen liegt im Anstieg unseres Stresslevels. Damit meine ich nicht nur den alltäglichen Stress in der Arbeit oder privat durch den wachsenden Leistungsdruck in der Gesellschaft, sondern auch den Stress durch immer höhere Umweltbelastungen, wie steigende elektromagnetische Strahlung durch den Mobilfunk und das W-Lan, aber auch Umweltgifte, veränderte Lebensmittel etc.. Unser Immunsystem ist mit so vielen neuen Dingen konfrontiert, dass es immer wichtiger wird, es so gut wie möglich zu entlasten. Die Mundhöhle ist oft Ort von stillen Entzündungen, die leider oftmals zu spät oder gar nicht entdeckt werden und unser Immunsystem daran hindern können sich all seinen anderen Herausforderungen zu stellen. In der Folge werden wir immer müder, erschöpft und schließlich krank.

Und wie genau hat mein Gebiss Einfluss auf diesen Stress Herr Dr. Regensburger?

Unsere Mundhöhle ist leider ein großer Stressfaktor geworden. Fast jeder von uns hat Schwermetalle und Legierungen durch Zahnversorgungen im Mund, auf die viele Patienten auch ohne es zu wissen reagieren. Oftmals sieht man dies nur an kleinen Entzündungen im Bereich des Zahnfleisches, das Immunsystem ist aber hochbelastet. Ebenso können tote, wurzelbehandelte Zähne auch ohne das Bestehen von Schmerzen und unentdeckte Entzündung im Bereich der vor Jahren entfernten Weisheitszähne durch das permanente Vorhandensein von Toxinen das Immunsystem enorm belasten. Hinzu kommt, dass heute fast jeder Patient knirscht, durch die Abnutzung der Zähne kommt es zu einem Bisshöhenverlust, dies komprimiert die Gefäße, die von und zum Gehirn laufen. Die Folge ist eine geringere Durchblutung und ein gestörter Lymphabfluss des Gehirns. Wir versuchen diese Störfaktoren zu beseitigen.

Wie darf ich mir das bei Ihnen in der Praxis vorstellen?

Wenn Sie zu uns kommen, wird zunächst eine ausführliche Diagnostik durchgeführt, in der es uns wichtig ist auch über ihre Mundhöhle hinaus über all Ihre Beschwerden informiert zu sein. Denn heute weiß man, durch jeden Zahn fließt ein Meridian, der mit einem Organ verknüpft ist. Durch den Kontakt der Zähne werden diese aktiviert. Fehlt ein Zahn oder ist er krank, hat dies Auswirkungen auf das entsprechende Organ.

Und wie läuft dann eine solche Behandlung bei Ihnen ab?

Wir versuchen nach Möglichkeit alle Störfaktoren, wie Entzündungen, problematische tote Zähne, Metalle und Amalgamfüllungen in einer Sitzung zu entfernen. Fehlende Zähne und Zähne, die gezogen werden müssen, werden in den meisten Fällen am gleichen Tag durch ein Implantat ersetzt. Idealerweise durch ein modernes und in der Praxis erprobtes Keramikimplantat. Bei der Amalgamentfernung werden alle heute zur Verfügung stehenden Schutzmaßnahmen getroffen, um sie optimal vor den freiwerdenden Quecksilberdämpfen zu schützen. Somit können wir sicherstellen von zahnmedizinischer Seite Ihr Immunsystem optimal in seiner Funktion zu unterstützen.