BIOLOGISCHE ZAHNHEILKUNDE

Vom Zahn zum Organ

In der modernen Zahnmedizin setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, Zähne und Mundhöhle als Teil des gesamten Organismus wahrzunehmen. Durch diese ganzheitliche Betrachtung können über die Hälfte aller chronischen Beschwerden wie Allergien, Kopf- und Rückenschmerzen oder Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten auf einen möglichen Ursprung im Mund- und Kieferbereich zurückgeführt werden. Neben der klassischen handwerklich geprägten Zahnmedizin berücksichtigt die biologische Zahnmedizin zusätzlich die naturwissenschaftlichen Grundregeln in ihrer Komplexität und Wechselwirkung im Hinblick auf den menschlichen Organismus.

Mit diesem Wissen können wir in der Zahnarztpraxis Dr. Regensburger die Ursachen dieser Beschwerden beseitigen. Dazu zählt unter anderem die Entfernung von Schwermetallen, Legierungen, giftigen Materialien und Entzündungen im gesamten Mundraum. Ziel ist die Entlastung des Immunsystems und die Eliminierung von akuten Stressquellen im Körper.

Wenn Sie zu uns kommen, wird zunächst eine ausführliche Diagnostik durchgeführt. Dabei ist es entscheidend, dass wir uns auch über die Mundhöhle hinaus über all Ihre Beschwerden informieren. Denn heute weiß man, durch jeden Zahn fließt ein Meridian, der mit verschiedenen Bereichen des Körpers verknüpft ist. Durch den Kontakt der Zähne werden diese aktiviert. Fehlt ein Zahn oder ist er krank, hat dies Auswirkungen auf das entsprechende Organ.

Mit modernster 3D-Röntgendiagnostik wird der Kieferknochen bis auf das kleinste Detail nach Fremdkörpern oder Osteolysen untersucht. Im Vorfeld einer Implantation können alle anatomischen Strukturen erkannt und der zur Verfügung stehende Knochen optimal ausgemessen werden. Auch Entzündungen und Zysten an der Spitze von wurzelbehandelten Zähnen werden so erkannt und können beseitigt werden.

Nach einer ausführlichen Untersuchung und Abklärung Ihres Gesamtkörperstatus erstellen wir für Sie ihr individuelles Behandlungskonzept. Begonnen wird üblicherweise mit der Entfernung aller Störfaktoren wie Entzündungen, problematische tote Zähne, toxische Metalle und Amalgamfüllungen. Bei der Amalgamentfernung werden alle heute zur Verfügung stehenden Schutzmaßnahmen getroffen, um Sie optimal vor den freiwerdenden Quecksilberdämpfen zu schützen.

Fehlende Zähne und Zähne, die gezogen werden müssen, werden in den meisten Fällen am gleichen Tag durch ein Implantat ersetzt. Der richtige Werkstoff spielt für die biologische Zahnheilkunde eine entscheidende Rolle. Das bevorzugte Material – sowohl für Biokompatibilität als auch Ästhetik – ist nach dem heutigen Stand der Wissenschaft Keramik.

Um unseren Patienten ein Höchstmaß an medizinischer Kompetenz bieten zu können, arbeiten wir als ganzheitlich orientierte Zahnärzte in einem Netzwerk mit Therapeuten und Ärzten aus anderen medizinischen Bereichen zusammen. Dazu gehören beispielsweise Immunologen, Schmerztherapeuten, Psychologen, Orthopäden, Neurologen, Hals-Nasen-Ohrenärzte, TCM-Ärzte (Traditionelle Chinesische Medizin), Physiotherapeuten und andere relevante Fachrichtungen.

Unsere Praxis beschäftigt ein anerkanntes und zertifiziertes Expertenteam, welches neben der Prophylaxe-Abteilung auch unseren Zahntechniker-Meister Thomas Sing umfasst. Hohe Standards in der Qualitätskontrolle sind für uns selbstverständlich und durch regelmäßige Nachkontrolle nach der abgeschlossenen Akutbehandlung sorgen wir dafür, dass sich Ihr Gesundheitszustand bestmöglich entwickelt.

Unsere Aufgabe in der Zahnarztpraxis Dr. Regensburger sehen wir darin, von zahnmedizinischer Seite aus sicherzustellen, dass Ihr Immunsystem optimal in seiner Funktion unterstützt wird.

Die globalen Veränderungen in unserer Umwelt sind in den letzten 100 Jahren exponentiell gestiegen. Parallel zu dieser Zunahme des Verlustes intakter Ökosysteme und der in ihnen lebenden Arten ist eine exponentiell verlaufende Zunahme chronischer Erkrankungen in Verbindung mit einer ebenso exponentiell zunehmenden Belastung unseres Immunsystem zu beobachten. Diese erschreckenden Steigerungen basieren auf einer gemeinsamen Ursache: die enorme Zunahme an Stress, was zu einem Abschalten des Immunsystems führt.

Ein großer Teil dieses Stresses – neben emotionalem Stress – sind Belastungen im Bereich der Mundhöhle. Diese sind bei chronisch kranken Patienten sogar meist der größte Stressfaktor. Zähne können als Bioreaktor für Bakterien, Viren, Pilze und als Quelle von Toxinen und Entzündungsmediatoren fungieren. Auch Schwermetalle aus Amalgamfüllungen und anderen Dentallegierungen sowie Allergene aus Kunststoffen und Legierungsbestandteilen können pathogen (= krankmachend) wirken. Hinzu kommt die Antennenwirkung von Metallversorgungen, die die negativen Auswirkungen elektromagnetischer Felder verstärken kann.

Aus diesen Faktoren ergibt sich, dass den veränderten Lebensumständen mit neuen Konzepten in Zahnheilkunde und Medizin Rechnung getragen werden muss. Das Ziel ist, den umweltbedingten Störgrößen durch Entfernung der Dentalmetalle weniger Angriffsfläche zu bieten und durch Sanierung und Ausheilung chronischer Entzündungen im Kausystem die körpereigene Regulationsfähigkeit enorm zu stärken.

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Fast jeder von uns hat Schwermetalle und Legierungen durch Zahnversorgungen im Mund, auf die viele Patienten auch ohne es zu wissen reagieren. Metallbestandteile können in der Regel wenige Tage nach dem Einbringen in den Mund überall im Körper nachgewiesen werden. Diese Metalle stellen Fremdkörper dar, die je nach der individuellen Abwehrbereitschaft des Immunsystems toleriert oder attackiert werden. In Folge kann es zu gering ausgeprägten Entzündungen, teilweise nur lokal durch Zahnfleischbluten erkennbar, aber auch zu massiven Allergien oder sogar Autoimmunerkrankungen kommen.

Amalgam muss beispielsweise nach der Entfernung als hochgiftiger Sondermüll entsorgt werden. Wenn man bedenkt, dass heute fast jeder Patient knirscht und damit täglich eine gewisse Menge an Quecksilberdampf freisetzt, der über die Zeit Nervenzellen zerstören kann, ist größte Vorsicht angeraten.

Oft erkennt man die Reaktion nur an kleinen Entzündungen im Bereich des Zahnfleisches, das Immunsystem ist aber hochbelastet. Ebenso können tote, wurzelbehandelte Zähne auch ohne das Bestehen von Schmerzen und unentdeckte Entzündung im Bereich der vor Jahren entfernten Weisheitszähne durch die ständige Abgabe von Toxinen das Immunsystem enorm belasten. Durch die Abnutzung der Zähne kommt es auch zu einem Bisshöhenverlust, dies komprimiert die Gefäße, die von und zum Gehirn laufen. Die Folge ist eine geringere Durchblutung und ein gestörter Lymphabfluss des Gehirns. Auch wurde ein Zusammenhang zwischen Bisshöhenverlust und neurodegenerativen Erkrankungen wie Demenz und kognitiven Störungen erkannt.

Weder Quecksilber, Gold, Nickel, Palladium, Silber, Platin noch Titan sind im menschlichen Organismus biologisch vorhanden. Sie kommen jedoch in Dentallegierungen routinemäßig zum Einsatz. Wir in der Praxis Dr. Regensburger empfehlen daher die Entfernung all dieser Werkstoffe aus dem Mund und die ausschließliche Verwendung vollkeramischer Implantate.

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Klassisch voll ausgebildete Chirurgen können mit der ganzheitlichen Zahnmedizin oft nicht viel anfangen und sehen diese meist als esoterische Strömung. Andererseits durchlaufen ganzheitliche Zahnärzte oft nicht die chirurgische Ausbildung, die es ihnen ermöglicht, Störungen radikal chirurgisch zu entfernen, statt diese lediglich zu beeinflussen.

Wir in der Praxis Dr. Regensburger unterscheiden uns klar von der ganzheitlichen, naturheilkundlichen oder auch holistischen Zahnmedizin. Wir bieten unseren Patienten biologische Zahnheilkunde, welche den Organismus ‚Mensch‘ ‚biologisch‘ betrachtet. Dabei werden die Naturwissenschaften Chemie, Physik und Biologie in das Behandlungskonzept miteinbezogen. Ziel ist die Gesamtgesundheit des Menschen auf der Grundlage eines gesunden Kausystems. Aus dem Wissen heraus, dass die Vorgänge im Mundraum sehr eng mit dem gesamten Körper verbunden sind, schaffen wir die Voraussetzungen für ein ungestört funktionierendes Immunsystem.

Unsere Vorgehensweise in der biologischen Zahnmedizin ist dabei folgende:

Im ersten Schritt werden alle nicht-biologischen bzw. nichtneutralen oder reaktiven Materialien unter maximalen Schutzmaßnahmen entfernt, ebenso wie alle toten Organanteile und Entzündungen.

Im zweiten Schritt werden Erhalt und Rekonstruktion des Kausystems unter Anwendung von metallfreien und neutralen Werkstoffen (Keramik) durchgeführt, immer unter dem Aspekt, die Anatomie, den Knochen, das Weichgewebe und damit die Ästhetik zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Das Keramikimplantat besitzt die herausragende Eigenschaft, dass das Zahnfleisch an die Keramik anwächst, es kann also als biokompatibel bezeichnet werden. Somit erfüllt es perfekt die Anforderungen der biologischen Zahnheilkunde.

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